Großeinsätze des Militärs gegen Drogenbanden in Rio de Janeiro haben eine schwere Sicherheitskrise zum Vorschein gebracht. Kriminelle Gruppen sind dabei, die Favelas der Stadt zurückzuerobern und bekämpfen sich gegenseitig sowie die Polizei mit schärfsten Mitteln. Schießereien mit Opfern unter Polizisten und Zivilisten ereignen sich in den Favelas von Rio täglich. Internationale Besucher sind ebenfalls im Zuge der Sicherheitskrise ins Kreuzfeuer geraten.

„Die Gefahren in den brasilianischen Metropolen können selbst für erfahrene Geschäftsreisende eine Herausforderung sein.“

Bandenkonflikte und steigende Kriminalität

Die Lage in Rio de Janeiro ist symptomatisch für den zunehmenden Konflikt unter Drogenbanden in ganz Brasilien. Nachdem ein lange bestehender Frieden zwischen den zwei größten kriminellen Organisationen des Landes letztes Jahr zerfiel, befinden sich diese und weitere Gruppen in einem gewaltsamen Kampf im Hinblick auf Brasiliens wachsende Bedeutung als Transit- und Zielland für Drogen. Neben steigenden Mordraten tragen der wirtschaftliche Abschwung und die um sich greifende Armut zu einem Anstieg gewaltsamer Verbrechen bei, darunter Straßenraub, Carjackings und Expressentführungen.

Kriminalität eine große Herausforderung für Reisende und Manager

Die aktuellen Entwicklungen in Rio weisen einmal mehr auf die problematischen Sicherheitsbedingungen in den großen Städten Brasiliens hin, darunter São Paulo, Brasília, Salvador und Curitiba. In der Hoffnung auf Wirtschaftsreformen spielen viele internationale Unternehmen mit dem Gedanken, ihre Geschäftsaktivitäten in Brasilien auszuweiten. Jedoch können die Metropolen Brasiliens mit einer hohen Präsenz organisierter Banden, Heerscharen an bewaffneten Kriminellen und einer Unzahl an hochgefährlichen Favelas im gesamten Stadtgebiet selbst für erfahrene Geschäftsreisende und Projektmanager eine Herausforderung sein.

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