Mexiko leidet weiterhin unter einer schweren und sich zuspitzenden Sicherheitskrise. Offizielle Statistiken der mexikanischen Regierung haben einmal mehr das Ausmaß der Lageverschlechterung unterstrichen. Nach drei Höchstwerten bezüglich der Mordrate wird immer klarer, dass 2017 das Gewaltsamste Jahr seit Beginn der Datenaufnahme sein wird. Der gegenwärtige Aufruhr und die Machtkämpfe in der mexikanischen Unterwelt stellen sogar den bisherigen Höhepunkt des Drogenkriegs im Jahr 2011 in den Schatten. Bewaffnete Auseinandersetzungen über Einflussgebiete und Schmuggelrouten sowie Schusswechsel mit der Polizei haben im größten Teil des Landes die Mordraten steigen lassen, mit schwerwiegenden Konsequenzen für Einheimische und internationale Reisende.

„Die Gefahren für internationale Reisende nehmen weiterhin zu, und es besteht kaum Hoffnung auf eine baldige Besserung der Lage.“

Ansteigende Gewaltkriminalität

Von den steigenden Mordraten abgesehen nehmen auch viele Formen der Gewaltkriminalität zu, auch in zuvor als relativ sicher geltenden Gebieten. Immer mehr kriminelle Gruppen erschließen sich beispielsweise mit bewaffneten Überfällen, Erpressung und Entführungen neue Einnahmequellen. Da die Sicherheitskräfte offenbar weder die Kapazitäten noch Konzepte zur Eindämmung der Kriminalität haben, werden unvermeidlich die Risiken für Reisende weiter ansteigen.

Wachsende Gefahren für Reisende

Mexiko entwickelt sich zu einem zunehmend schwierigen Umfeld für Reisende, Projekte und Geschäftsaktivitäten im Allgemeinen. Manche Gebiete, die zuvor noch zu den sichersten im Land erzählt wurden, darunter wichtige Tourismus- und Geschäftszentren, haben in den vergangenen Monaten die erheblichsten Zunahmen der Gewaltkriminalität erlitten. Dies macht eine genaue Untersuchung und Neubewertung der bestehenden Sicherheitskonzepte und -prozeduren erforderlich.

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